Energieeinkauf muss nicht kompliziert sein. Man kann ihn sich auch ganz einfach schwer machen.
Zum Beispiel so:
- Den Vertrag erst prüfen, wenn das Lieferende kurz bevorsteht.
- Nur den bisherigen Versorger anfragen. Wettbewerb wird schließlich überbewertet.
- Ausschließlich auf den Preis schauen. Vertragsdetails und Risikostruktur werden schon passen.
- Lastprofile ignorieren. Der Jahresverbrauch sagt schließlich alles aus.
- Marktchancen erst erkennen, wenn sie längst vorbei sind.
- Flexible Beschaffungsmodelle wählen, ohne eine klare Strategie zu haben.
- Interne Abstimmungen erst starten, wenn der Zeitdruck maximal ist.
Spaß beiseite.
Die meisten Unternehmen zahlen nicht zu viel für Energie, weil sie sich gar nicht mit dem Thema beschäftigen.
Sondern weil Entscheidungen zu spät getroffen werden, wichtige Informationen fehlen oder der Beschaffungsprozess nicht klar strukturiert ist.
Ein erfolgreicher Energieeinkauf beginnt deshalb lange vor dem eigentlichen Angebot. Zum Beispiel mit Fragen wie:
- Welche Lieferjahre sind noch offen?
- Welche Risiken möchten wir eingehen?
- Welche Versorger passen zu unserem Lastprofil?
- Wann ist das Verhältnis zwischen Chance und Risiko attraktiv?
Der Markt lässt sich nicht kontrollieren. Der eigene Beschaffungsprozess schon. Genau dort entstehen häufig die größten Einsparpotenziale.
Welcher Punkt aus der Anti-Checkliste begegnet Ihnen in der Praxis am häufigsten?