40 Grad Außentemperatur werden zum Strommarkt-Thema

40 Grad Außentemperatur sind längst auch ein Strommarkt-Thema.

Der Sommer 2026 zeigt, wie stark extreme Hitze und Trockenheit das Energiesystem beeinflussen können.

Bei hohen Temperaturen steigt der Stromverbrauch durch Kühlung und Klimatisierung. Gleichzeitig kann die Windstromproduktion schwächer ausfallen. Niedrige Wasserstände und hohe Wassertemperaturen können zusätzlich die Leistung von Wasser- und Kernkraftwerken einschränken.

Die Folge: Eine höhere Nachfrage trifft auf eine geringere verfügbare Erzeugungsleistung.

In besonders angespannten Phasen sind die Day-Ahead-Preise in Deutschland und Frankreich zeitweise um mehr als 20 % gestiegen.
Damit rückt eine Frage stärker in den Mittelpunkt: Welche Leistung steht zur Verfügung, wenn sie tatsächlich gebraucht wird?
Auch der geplante Kapazitätsmarkt setzt an diesem Punkt an. Künftig soll neben der erzeugten Energie auch gesicherte Verfügbarkeit einen Wert bekommen. Dazu können steuerbare Erzeugungsanlagen, Batteriespeicher, flexible Verbraucher und verschiebbare industrielle Lasten beitragen.
Für Unternehmen eröffnet das neue Möglichkeiten. Wer seinen Verbrauch flexibel steuern, Lasten verschieben oder Energie speichern kann, könnte künftig stärker von dieser Flexibilität profitieren.

Extremwetter macht damit eine Entwicklung besonders sichtbar: Versorgungssicherheit hängt zunehmend vom Zusammenspiel aus Erzeugung, Speichern, Netzen und flexiblen Verbrauchern ab.