Der Winter rückt näher. Doch wie gut sind Deutschlands Gasspeicher darauf vorbereitet?
Die Speicherstände liegen aktuell deutlich unter den Vergleichswerten früherer Jahre. Für den 1. November gilt grundsätzlich ein Speicherziel von 80 %, wobei für einzelne Speicher abweichende Vorgaben gelten.
Das klingt zunächst angespannt. Die Bundesnetzagentur bewertet die Gasversorgung in Deutschland aktuell jedoch weiterhin als stabil. Ausreichende Importmöglichkeiten, Pipelinegas, LNG und die vorhandenen Speicher bilden gemeinsam die Grundlage der Versorgung. Die Gefahr einer angespannten Versorgung schätzt die Behörde derzeit als gering ein.
Auch auf europäischer Ebene gibt es aktuell kein unmittelbares Versorgungsrisiko. Die EU-Kommission verweist allerdings auf die geopolitische Unsicherheit und die weiterhin hohe Preisvolatilität auf den internationalen Energiemärkten.
Für Unternehmen ist deshalb nicht allein der Füllstand entscheidend. Auch internationale Gasflüsse, Temperaturen, Nachfrage und geopolitische Entwicklungen können die Preise im Winter beeinflussen.
Versorgungssicherheit und Preisstabilität sind zwei unterschiedliche Themen. Die Speicher können für den Winter ausreichend gefüllt sein und der Gasmarkt trotzdem volatil bleiben.
Wie gut ist Ihre Gasbeschaffung auf mögliche Preisschwankungen im Winter vorbereitet?